Ich finde: Wer als Kameramann dreht, sollte auch schneiden und zumindest grobes Color Grading verstehen.

Nicht, weil jeder am Ende Profi-Cutter oder Colorist sein muss.

Sondern weil du am Set bessere Entscheidungen triffst, wenn du weißt, was später wirklich möglich ist.

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Fragen, die sich schon beim Dreh entscheiden
  • Wie viel Spielraum habe ich im Log-Material fürs Grading wirklich noch?
  • Wie weit kann ich digital reinzoomen, bevor das Bild sichtbar auseinanderfällt?
  • Wie viel Dynamikumfang bleibt mir in kritischen Belichtungssituationen?
  • Was retten Gyrodaten und Stabilisierung später noch, und was eben nicht?
  • Wo muss ich bewusst Raum im Bild lassen, damit ein Reframing oder eine digitale Zoomfahrt funktioniert?
  • Wie wirkt der Schnitt von diesem Bild auf das nächste?

Das ist nur ein Teil solcher Fragen, die beim Dreh gegebenenfalls zustande kommen. In der Post kostet die falsche Antwort Zeit, Qualität oder beides.

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Was das nicht heißt Ich würde mich selbst nicht als Profi-Cutter bezeichnen, und man muss auch nicht alles alleine machen. Aber ich schneide regelmäßig eigene Projekte und liebe es, auch meine eigenen Bilder im Color Grading zu bearbeiten, und das verändert, wie ich drehe.

Am Ende muss man halt darauf achten, nicht mehr nur schöne Einzelbilder zu drehen, sondern Bilder, die im Schnitt funktionieren.

👉 Wie seht ihr das? Muss man als Kameramann die Postproduktion verstehen, oder reicht ein gutes Bild? Schreibt's mir in die Kommentare.