Neue Erfahrungen bei der Produktion eines für mich neuen Mediums.

Ich durfte für den Internationalen Bund in Chemnitz Videos für LED-Screens produzieren. Drei Angebote sollten präsentiert werden, je Angebot ein Clip: die Umschulung zum Tischler, ein Sprachkurs und eine Teilqualifizierung im IT-Bereich.

Demnächst läuft das Ganze in einem Einkaufszentrum und auf CityBoards mitten in Chemnitz.

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Die Herausforderung Beide Werbeträger kommen vom gleichen Anbieter. Die Regeln sind aber komplett unterschiedlich, und vieles davon kannte ich so noch nicht. Am Beispiel der Tischler-Umschulung sieht man den Unterschied am besten:

Ein Motiv, drei Ausgaben

Derselbe Clip zur Tischler-Umschulung, so wie er auf den beiden Werbeträgern läuft. Jeder Screen ist in seinem echten Seitenverhältnis dargestellt.

Hochformat 9:16
Querformat 16:9

Einkaufszentrum

Bewegtbild
erlaubt, mit Schnitten und Animationen
Länge
10 Sekunden
Formate
Hoch und Quer
Cinemagraph, festes Pixelformat 576 × 408

CityBoard an der Straße

Bewegtbild
nicht erlaubt
Stattdessen
Standbild mit minimaler Bewegung, ein sogenanntes Cinemagraph
Grund
Ablenkung im Straßenverkehr

Dazu kommen feste Pixelformate und Mindestschriftgrößen. Auf dem CityBoard bleibt dadurch extrem wenig Platz für Text und Logo. Und Ton gibt es sowieso auf keinem der Screens. Das Bild muss komplett allein überzeugen.

Im Vergleich oben sieht man das gut: Im Hochformat hat die Botschaft unten eine eigene Fläche. Auf dem CityBoard teilen sich Headline, Adresse und Logo fast das halbe Bild, und das Motiv muss trotzdem noch erkennbar bleiben.

Making of in der Tischlerwerkstatt des IB Chemnitz: Kamera mit Monitor im Vordergrund, Ausbilder mit Hobel vor der Kamera
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Was ich daraus gemacht habe Ich habe vor dem Konzept beim Screen-Anbieter angerufen und mir die Vorgaben schriftlich geben lassen. Danach habe ich den Drehtag so geplant, dass jede Einstellung zwei Jobs erfüllt: Sie funktioniert als 10-Sekunden-Clip und liefert gleichzeitig das Standbild für das Cinemagraph.

Ergebnis aus einem Drehtag an drei Locations: insgesamt 12 Videoclips, aufgeteilt in Hoch, Quer und Cinemagraphs.

Oliver Moll an der Kamera beim Dreh der LED-Screen-Clips für die Tischler-Umschulung am Internationalen Bund Chemnitz
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Mein Learning: Bei Screen-Werbung bestimmt die Technik das Konzept, nicht umgekehrt. Wer sich das Datenblatt erst beim Schnitt anschaut, hat am Ende ggf. ein Problem: Das Material wirkt in den Output-Formaten gar nicht so, wie man es sich vorgestellt hat, und es bleibt nicht genug Platz für grafische Elemente. Deshalb ist die Vorbereitung hier besonders wichtig. Schaut euch die Datenblätter und die Inhalte, die später gesendet werden, genau an.

👉 Habt ihr schon mal für Screens produziert? Habt ihr Fragen zu der Produktion? Welche Vorgabe hat euch dabei am meisten überrascht? Schreibt's in die Kommentare.

Danke an Monika Seidel vom Internationalen Bund für das Vertrauen und die unkomplizierte Zusammenarbeit.

Ihr plant selbst Clips für Screens, Social Media oder mehrere Formate auf einmal? Dann lasst uns die Vorgaben gemeinsam anschauen, bevor gedreht wird.

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